Geschichte

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Unsere Wehr kann mittlerweile auf eine über 125-jährige Geschichte zurückblicken. „Seit der Zeit unserer Gründerväter hat sich viel geändert“, weiß Vorsitzender Alexander Pilfusek. „Geblieben sind aber die zur Tradition gewordene Kameradschaft, die Treue zum Verein und die Bereitschaft zur Hilfe.“

Der Blick in die Chronik weist als Gründungsdatum den 10. Januar 1886 aus. Die dem Bezirksfeuerwehrverband Vohenstrauß eingegliederte Wehr hatte schon damals eine Sonderstelle gegenüber anderen Vereinen. Das zeigt sich schon durch den Pflichtbeitritt ihrer Mitglieder. Vorsitzender, Schriftführer, Kassier, Kommandant, Adjutant, drei Zugführer (Steiger, Spritzen und Rettung), Zeugwart und Spritzenmeister bildeten die Vorstandschaft.
Vom 15. Juni 1899 datieren die ersten schriftlichen Aufzeichnungen im Protokollbuch. Die damals Verantwortlichen setzten als Monatsbeitrag fünf Mark fest. Wer sich von den Übungen befreien lassen wollte, musste gleich den doppelten Beitrag zahlen.

Bereits 1900 führte die Wehr ein, bei Beerdigungen eine Musikkapelle spielen zu lassen (1,50 Mark pro Mann). Außerdem beschäftigte sie einen Vereinsdiener, der jährlich sieben Mark erhielt. Aus dem Jahr 1904 ist der Beschluss, die Dienstzeit bis zum 50. Lebensjahr festzusetzen.

Drei Jahre darauf musste jedes aktive Mitglied eine Dienstmütze haben; wenn nicht, wurde es aus der Feuerwehr ausgeschlossen. Von „harten Sitten“ zeugt auch die Entscheidung von 1909, wegen des immer mehr rückläufigen Besuchs der Übungen bei einmaligem Nichterscheinen und dreimaligem Fehlen den Ausschluss auszusprechen. Ein Meilenstein in der Geschichte ist auch der 23. Januar 1910. Seit dieser Zeit ist das Gasthaus der Familie Götz („Zur Heimat“) Vereinslokal.
Erwähnenswert sind die 1911 eingeführten Geldbußen für das „Schwänzen“ von Übungen und der Generalversammlung (50 Pfennig) sowie das Sterbegeld (20 Pfennig). Die letzten Aufzeichnungen vor dem Ersten Weltkrieg stammen von der Generalversammlung am 8. März 1913. Danach war Pause bis 1919. Schriftliche Aufzeichnungen fehlen auch von 1935 bis zum 25. August 1949. An diesem Tag wählte die Feuerwehr wieder eine Vorstandschaft.
Es ging Zug um Zug aufwärts mit dem Verein. Zum 70-jährigen Gründungsjubiläum 1956 schaffte er eine neue Fahne für 580 Mark an. 1960 erhielt die Wehr das Gerätehaus, deren Errichtung 10000 Mark kostete, und 1965 von der Bundeswehr ein Allrad-Fahrzeug.

Die erstmalige Einteilung in aktive und passive Mitglieder leitete 1967 der längst zum Ehrenvorsitzenden ernannte Georg Kraus ein. Seine erfolgreiche Ära führte ab 1983 Erhard Schriml fort. In seine Amtszeit bis zu seinem Tod im Juli 1990 fallen unter anderem das 100-jährige Gründungsfest (1986), der Bau des neuen Gerätehauses (Einweihung 1988) und die Anschaffung eines Löschfahrzeugs (1989).
Alfred Schriml trat in die Fußstapfen seines Vaters und leitete die Wehr zunächst bis 1997. Dann trat er in das zweite Glied zurück, um als stellvertretender Vorsitzender den neuen „Boss“ Jürgen Schiller zu unterstützen. Ab 2003 stand Schriml wieder auf der „Kommando-Brücke“. 2009 tauschte er mit Schriftführer Alexander Pilfusek den Posten. Seitdem führt Pilfusek zusammen mit zweitem Vorsitzenden Markus Zetzl den Verein. Die Vorstandschaft komplettieren heute Jürgen Schiller (Kassier) und Bernhard Götz (Schriftführer). „Chefs“ der Aktiven sind die Kommandanten Andreas Götz und Christoph Striegl.

Im Jahr 2011 feierten wir unter Leitung von Festleiter Markus Zetzl unser 125-jähriges Bestehen. Am Samstag, den 02. Juli, hielten wir am Kriegerdenkmal ein Totengedenken für unsere verstorbenen Kameraden. Im Anschluss daran ging es im Festzelt beim "Tag der Jugend" mächtig zur Sache. Nachdem am Tag darauf bereits die Abholung der Festbraut verregnet war, musste der Festzug nach der Kirche leider abgesagt werden. Trotzdem platzte das Festzelt aus den Nähten und es wurde ein versöhnlicher Festausklang.