Eisrettungsübung

am .

  • 180217.Eisrettung.1

Temperaturen im Minusbereich und zugefrorene Gewässer: Wir haben zusammen mit den Wasserwacht-Ortsgruppen Vohenstrauß, Weiden und Weiherhammer und den Helfern vor Ort Georgenberg die winterlichen Verhältnisse am Samstag für eine große Einsatzübung "Eisrettung" genutzt und ihr Wissen aufgefrischt.

Ein entscheidender Faktor bei der Eisrettung ist die Zeit: Das eiskalte Wasser direkt unter der Eisdecke - meist ein bis zwei Grad Celsius - entzieht dem Körper rasant die Wärme, und das 27-mal schneller als an der Luft. Deshalb ist es äußerst wichtig, unverzüglich die professionelle Wasserrettung zu alarmieren.

  • 180217.Eisrettung.2

Trotz aller gebotener Eile ist jedoch die Eigensicherung unerlässlich, und die heißt: Rettungswesten anlegen und, wenn vorhanden, Wasserretter-Anzug anziehen. Einsatzkräfte dürfen nur mit Leinen gesichert auf das Eis. Außerdem sollte nur unbedingt erforderliches Personal und Gerät auf das Eis. Ein großer Vorteil ist es außerdem, wenn "leichtere", also keine übergewichtigen Kräfte eingesetzt werden. Kräftig und konditionell fit müssen sie aber schon sein.

  • 180217.Eisrettung.3

 

Theorie gab es deshalb zum Beginn der Aktion in Hülle und Fülle, als Thomas Heibl (Technischer Leiter der Kreiswasserwacht), und Andreas Artinger, der stellvertretende Technische Leiter der Vohenstraußer Wasserwacht, das Wichtigste erläuterten. Dazu hatten sie auch eine Power-Point-Präsentation vorbereitet.

  • 180217.Eisrettung.4
  • 180217.Eisrettung.5
  • 180217.Eisrettung.6

Die eingesetzten Rettungskräfte hatten aufmerksam zugehört und konnten die Theorie in die Praxis umsetzen, als sie die im Eis des Weihers der Familie Woppmann in Neudorf eingebrochenen "Opfer" Matthias Käß und Dennis Begen aus Weiherhammer vorschriftsgemäß und sicher ans rettende Ufer brachten. Artinger und Martin Frischholz in ihren professionellen Wasserretter-Anzügen standen uns hier zur Seite.

  • 180217.Eisrettung.7

"Die Kooperation mit der Feuerwehr hat bestens funktioniert", stellten Artinger und Heibl übereinstimmend fest und lobten das Zusammenspiel mit dem Team um unsere Kommandanten Andreas Götz und Alexander Pilfusek. Dabei wiesen die Experten unter anderem auf die zweifache Sicherung hin. Schließlich gaben sie noch ausführliche Tipps zur Behandlung von Verletzten und appellierten an die Bevölkerung, auf eine Mindeststärke des Eises von 8 bis 10 Zentimeter zu achten. "Wir werden sicher wieder eine gemeinsame Aktion machen", waren sich alle einig.