DV 2017

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Die Differenzen zwischen unserer Wehr und der Gemeinde, vor allem mit Bürgermeister Johann Maurer, sollen in Kürze der Vergangenheit angehören. Andreas Götz sprach in der Dienstversammlung am Sonntag im Gruppenraum des Gerätehauses zwar von „im politischen und gemeindlichen Umfeld getroffenen Aussagen, Entscheidungen und Vorkommnissen, die man nur schwer verstehen kann oder nicht nachvollziehbar sind“, wünschte sich aber, endlich wieder an einem Strang zu ziehen. Unser Kommandant setzt dabei auf das vom Rathauschef angekündigte persönliche Gespräch. „Ich stelle nochmals klar, keine Dienstaufsichtsbeschwerde geschrieben zu haben, sondern lediglich eine Stellungnahme zur vorherigen Dienstaufsichtsbeschwerde“, sagte Götz zum bereits vielfach diskutierten Kauf der neuen Atemschutzgeräte.

Der Rest seines Berichts war von positiven Ereignisse geprägt. Über die Lehrgangszeugnisse zur Modularen Truppausbildung (MTA) freuten sich Niklas Krapf und Maximilian Zetzl. Ihnen stellte der Kommandant ebenso eine Bestnote aus wie der gesamten Damengruppe. Für sie wünscht er sich in diesem Jahr neue Schutzanzüge. Der Rückblick beinhaltete unter anderem die drei Leistungsprüfungen sowie die 13 Einsätze – darunter die Brände in Miesbrunn und Papiermühle und acht technischen Hilfeleistungen – sowie zwölf Übungen und Unterrichte.

Als „Schritt nach vorne“ bezeichnete der Chef der Aktiven die Einführung des Digitalfunks, für den sich seinen Aussagen zufolge 25 Feuerwehrfrauen und -männer weitergebildet und qualifiziert hatten. „Durch unsere Aktivität haben wir wieder zur Einsatzbereitschaft des Atemschutzes in der Gemeinde beigetragen“, kommentierte er die Feststellung, „dass zwölf Atemschutzträger die Strecke absolviert haben“. Laut Götz „nahmen 2016 durchschnittlich 17,5 Feuerwehrdienstleistende an den Einheiten für die gesamte Wehr teil“. Deshalb könne er nicht nachvollziehen, dass die Personalstärke bei der Feuerwehrbedarfsplanung derzeit nicht berücksichtigt ist. Die Stärke der aktiven Truppe bezifferte er auf 32, darunter sechs Frauen.

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Als „Feuerwehrkameraden des Jahres“ zeichnete der Kommandant Franz Fischer aus. „Er macht nie großes Aufsehen um seine Person oder Aktivitäten und ist immer zur Stelle, wenn er benötigt wird“. Zum Oberfeuerwehrmann beförderte er Felix Woppmann und zum Löschmeister Alexander Pilfusek. Er hatte 2016 einen Lehrgang zum Feuerwehr-Sportassistenten absolviert. Eine Auszeichnung für 30 Jahre aktiven Dienst erhielt Jürgen Schiller. Als Gerätewart fungiert weiterhin Peter Janker. Dazu kommen Stefan Frischholz als Wart für die Absturzsicherungen und Jugendwart Günther Kraus jun. Dieser sprach von einem „erfolgreichen Jahr 2016“, als er von vielen Aktivitäten der acht Anwärter, darunter zwei Mädchen, berichtete. Kraus hob dabei besonders die MTA-Ausbildung sowie das erfolgreiche Abschneiden von Julian Beierl und Hannes Zetzl beim Wissenstest hervor. „Wir haben auch an den Übungen und Unterrichten der aktiven Wehr teilgenommen.“

Laut Johann Maurer „sind die Schutzanzüge für die Damengruppe in diesem Jahr vorgesehen“. Der Bürgermeister stellte klar, „dass 2016 die Sammelbestellung bewusst ausgefallen ist“, und wünschte sich wieder einen besseren Zusammenhalt. „Die Feuerwehren brauchen sich doch gegenseitig. Keine kann etwas alleine schaffen.“ Ein dickes Lob erhielt die Neudorfer Wehr von Alfons Huber. Nach Ansicht des Kreisbrandmeisters hat sich bei der Feuerwehrbedarfsplanung allerdings „nicht unbedingt Überraschendes ergeben“. In der Gemeinde hatte Huber ein „Neiddenken“ unter den Feuerwehren festgestellt. Umso mehr appellierte er um Zusammenarbeit.